STUDIO-MRA in der ARD-Mediathek
Zukunftsort St. Lambertus-Kirche – wir freuen uns über den Bericht des WDR
Im Zeichen des Strukturwandels im Rheinischen Revier entsteht ein außergewöhnliches Architekturprojekt.
Der hochbauliche Realisierungswettbewerb „Neuer gemeinschaftlicher Ort an der ehemaligen Kirche Bürgewald“ ist entschieden – STUDIO-MRA wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Auf dem Umsiedlungsstandort Bürgewald der Gemeinde Merzenich, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Tagebaugeländes, transformiert sich die profanierte Kirche St. Lambertus in ein lebendiges Zentrum für Kultur, Gemeinschaft und nachhaltiges Bauen.
Zukunftsort St. Lambertus Kirche: Entwurf greift Geschichte des Ortes auf
Von einem Dorf, das dem Tagebau weichen sollte, zu einem Ort der Zukunft. Bestehende Bau- und Freiraumstrukturen werden behutsam weitergeführt. Mit neuen Elementen verwoben ensteht ein Raum der Begegnung, der Teilhabe und der regenerativen Bauweise.
Erhaltene Bestandsteile wie die Außenmauern und der Turm bleiben sicht- und erlebbar. Neue Nutzungen und Technologien – Dachbegrünung, Solarflächen, Nutzungsflexibilität, Zirkuläres bauen – eine zukunftsorientierten Ort des Austauschs und Wissenstransfers enstehen lassen.
Der umgebende Freiraum wird als sequenziertes Wege- und Aufenthaltsnetz gestaltet, das Fuß- und Radbewegung privilegiert und kostenlose Mobilität innerhalb des Dorfes fördert. Die neuen Nutzungen reichen von Kultur- und Veranstaltungsräumen über Co-Working-Zonen bis hin zu Angeboten der Nahversorgung. Das Ensemble wird zum Herz eines zukunftsfähigen Dorfes.
Zugleich thematisiert der Entwurf ökologische Verantwortung
Die bewusste Reduktion grauer Energie, der Einsatz nachhaltiger Materialien und der respektvolle Umgang mit der Geschichte des Bestands machen das Projekt zu einem Modellfall für ressourcenschonendes, zirkuläres Bauen.
Mit der gleichzeitigen Übergabe von rund 14,3 Mio. Euro Fördermitteln für die städtebauliche Erneuerung der sechs Förderdörfer im Rheinischen Revier unterstreicht das Land Nordrhein-Westfalen den Anspruch, den Strukturwandel aktiv zu gestalten.
Die Auszeichnung würdigt den Entwurf von STUDIO-MRA als beispielhafte Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Somit ensteht Architektur als Medium der Transformation – sozial, ökologisch und kulturell zugleich.
„Es geht nicht um Rekonstruktion, sondern um Reaktivierung – um das Weiterdenken und – bauen mit dem, was da ist. Der Ort trägt seine Geschichte erlebbar in die Zukunft.“
— STUDIO-MRA