Braunkohlerevier wird Zukunftsregion

Starkes Signal für den Strukturwandel: STUDIO-MRA gestaltet das Herz von Bürgewald. Zukunftstag im Rheinischen Revier.

Starkes Signal für den Strukturwandel: STUDIO-MRA gestaltet das Herz von Bürgewald. Zukunftstag im Rheinischen Revier.
Ministerin Scharrenbach gratuliert STUDIO-MRA und Frank Lohrberg zum 1. Preis in Bürgewald.

Zukunftstag im Rheinischen Revier

Beim Zukunftstag der sechs Dörfer am 10. November 2025 hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen ein starkes Signal für den Strukturwandel gesetzt. Ministerin Ina Scharrenbach überreichte Förderbescheide in Höhe von 14,3 Millionen Euro für die städtebauliche Erneuerung der fünf Erkelenzer Dörfer und des Zukunftsorts Bürgewald in der Gemeinde Merzenich.

Gleichzeitig wurden die Gewinner des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung der ehemaligen St.-Lambertus-Kirche vorgestellt. Der 1. Preis ging an STUDIO-MRA für die Architektur und an Lohrberg StadtLandschaftsarchitektur für die Freiraumplanung.

Herzstück des Zukunftsdorfes

Ministerin Scharrenbach bezeichnete die Kirche als „Herzstück des neuen Zukunftsdorfes“ und als Symbol für den Wandel im Rheinischen Revier.
„Orte, die einst dem Tagebau weichen sollten, erwachen zu neuem Leben. Die Wiederinstandsetzung der Kirche steht für alles, was wir im Rheinischen Revier erreichen wollen: Identität bewahren und Zukunft bauen – gemeinsam mit den Menschen vor Ort.“

Nach der Brandkatastrophe von 2023 markiert die Reaktivierung der Kirche den Beginn einer neuen Phase für Bürgewald. Der Entwurf von STUDIO-MRA verbindet historische Substanz mit zeitgenössischer Architektur und schafft einen Ort, der Erinnerung, Begegnung und Zukunft.

Ministerin Scharrenbach gratuliert STUDIO-MRA und Frank Lohrberg zum 1. Preis in Bürgewald.
STUDIO-MRA und Lohrberg LA, 1. Preis in Bürgewald.

Wandel und Gemeinschaft

Die ehemalige Kirche wird zu einem offenen Raum für Kultur, Austausch und gemeinschaftliche Nutzung. Erhaltene Baustrukturen werden mit neuen Elementen kombiniert – in einer Materialität, die auf Dauerhaftigkeit, Wiederverwendung und Ressourcenschonung setzt. So entsteht ein Gebäude, das gleichermaßen Ort der Erinnerung und Motor des Wandels ist.

Zukunft mit Herkunft

Die Förderinitiative des Landes Nordrhein-Westfalen ist Teil eines umfassenden Programms zur nachhaltigen Entwicklung des Rheinischen Reviers. Neben Bürgewald profitieren auch die fünf Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath, die mit Hilfe der Landes- und Bundesmittel zu Zukunftsdörfern werden.

Insgesamt unterstützen Bund und Land die Transformation der Region mit über 14,8 Milliarden Euro. Bürgewald steht dabei exemplarisch für den Leitgedanken „Zukunft mit Herkunft“ – die Reaktivierung der St.-Lambertus-Kirche wird zu einem sichtbaren Zeichen dieses Anspruchs.

Architektur als Impulsgeber

Mit dem ersten Preis im Wettbewerb um die Reaktivierung der St.-Lambertus-Kirche trägt STUDIO-MRA zur Leitidee des Ministeriums bei, die Zukunft der Region aus ihrer eigenen Identität heraus zu gestalten. Das Projekt steht für eine Architektur, die Wandel nicht nur abbildet, sondern aktiv formt – resilient, ressourcenschonend und sozial verankert.

Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
„Von der Braunkohle zur Boom-Region – Zukunftstag und Millionenförderung für sechs Dörfer im Rheinischen Revier“
(10. November 2025)

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